Frankfurt, 24. August 2010. Derzeit boomt weltweit eine Reisesparte: Der Naturtourismus. Diese Reise mit Botschaft öffnet die Sinne für die natürlichen Schätze der Welt – Urlaubsgäste sollen so Naturparadiese entdecken und gleichzeitig das Bewusstsein erlangen, dass die Umwelt geschützt werden muss, um für die nächsten Generationen erhalten zu bleiben. Die oberste Maxime heißt: Urlaub zugunsten anstatt auf Kosten der Natur. Gemäß einer Studie der University of Cambridge erfreuen sich Naturschönheiten in 15 von insgesamt 20 untersuchten Ländern als Reiseziele stetig steigender Beliebtheit. Die Zahl der Besucher in Natur- und Nationalparks ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen.
St. Vincent & die Grenadinen sind seit jeher für Naturliebhaber ein Symbol unverfälschter Karibik und bieten unendliche Erlebnis-Möglichkeiten wie eine Vulkanbesteigung, ein Bad im Wasserfall, das Beobachten von Walen und Delphinen oder Spaziergänge durch tropische Gärten und Wälder. Vom Massentourismus mit Bettenburgen und Hotelpalästen ist die Inselgruppe weit entfernt – die Pflege eines reichen kulturellen Erbes wird dagegen großgeschrieben. Um ihre Naturschönheiten und Einzigartigkeiten zu bewahren, legen die 32 Inseln großen Wert auf nachhaltigen Tourismus und stehen daher auch im Insiderguide www.responsibletravel.com ganz oben auf der Empfehlungsliste.
Inselerkundung mit dem
Jeep
Eine Möglichkeit, die faszinierenden Landschaften der
Kleinen Antillen auf dem Landweg kennen zu lernen, ist
eine Jeep-Tour, zum Beispiel über die Insel Bequia. Über
verschlungene Bergstraßen, durch kleine Dörfer und
Regenwälder mit tiefblauen Farnen führt die Route vorbei
an imposanten Wasserfällen wie dem „Hell’s Gate
Fall“, der – seinem Namen zum Trotz – zum
Schnorcheln, Schwimmen und entspannenden Rasten einlädt.
Ein Muss auf dieser Tour ist auch ein Besuch des „Old
Hegg Turtle Sanctuary“, wo ein ehemaliger Seemann die
gefährdete Hawksbill Schildkröte vor dem Aussterben
bewahrte. Die zweite wichtige Sehenswürdigkeit ist der
„Owia Salt Pond“. Dieses Geschenk der Natur besteht
aus einem riesigen Wasserbecken, das von bizarrem
Lavagebirge umgeben ist. Die Wellen des Atlantischen
Ozeans donnern gegen das Gestein, um dann sanft in den
„Badepool“ zu fließen, in dem sich traumhaft
schnorcheln und schwimmen lässt. Das gilt auch für die
unzähligen weiteren Wasserfälle auf der Inselgruppe.
Beeindruckend ist beispielsweise der „Trinity Fall“
auf der Hauptinsel St. Vincent: ein 40 Fuß hoher
Wasserfall, der sich in drei Kaskaden in ein Becken
ergießt, um dann noch einmal weitere vier Meter in ein
zweites Becken zu gelangen, das perfekt zum Schwimmen
geeignet ist.
Der älteste Botanische Garten
der westlichen Hemisphäre
Die Westküste von St. Vincent birgt eine Vielzahl
interessanter Sehenswürdigkeiten. Allen voran der bei
Besuchern wie Einheimischen beliebte Botanische Garten.
Der älteste botanische Garten der westlichen Hemisphäre
wurde 1762 gegründet und bietet eine Fülle an seltenen,
exotischen Pflanzen, Blumen und Bäumen. In einer Voliere
ist hier auch der Nationalvogel von St. Vincent, der
farbenprächtige Papagei Amazona Guilding, aus nächster
Nähe zu bestaunen. Wer dies lieber in freier Wildbahn
tut, sollte sich zu den „Vermont Nature Trails“
aufmachen. In diesem Reservat mit über 35 verschiedenen
Vogelarten kommen Ornithologen voll auf ihre Kosten. Zudem
ist es ein idealer Ort, um beim Wandern entlang von
Feldern und durch immergrünen, tropischen Regenwald
zahlreiche Tiere wie Leguane und Gürteltiere sowie über
250 Pflanzenarten beobachten zu können.
Delfin- und Walbeobachtungen
So zahlreich die Tiere über Wasser – so groß ist die
Artenvielfalt rund um die Inseln auch unter Wasser. Ganz
besonderen Spaß machen Bootstouren oder
Insel-Überfahrten, die oftmals von Delfinen und Walen
begleitet werden. Zur Freude der Passagiere umschwimmen
die Delfine spielerisch die Boote und geben dabei ihre
typischen Laute von sich. Sechs verschiedene Delfinarten
sind in den Gewässern rund um St. Vincent beheimatet,
darüber hinaus auch eine Reihe von Walarten wie Orcas und
Pilotwale. Rund um die Inseln offenbart sich eine
spektakuläre, reiche Unter¬wasserwelt. Zahlreiche
Fischarten, die normalerweise erst in Tiefen ab. 25 Meter
zu finden sind, tummeln sich hier schon in einer Tiefe von
rund 7,5 Meter.
La Soufrière – einen
aktiven aber schlafenden Vulkan besteigen
Rund zweieinhalb Stunden dauert der Aufstieg durch
Bambushaine und tropischen Regenwald, bis ein Lavafeld das
Ziel ankündigt. Die Temperaturen sinken, die Wolken
reißen auf – und vom Rand des Kraters zeigt sich ein
atemberaubender Blick über die Insel. Aufgrund seiner
geringen Höhe von rund 1.200 Metern ist der Vulkan La
Soufrière auch für Ungeübte leicht zu erklimmen. Soweit
die Wissenschaft heute weiß, begann die vulkanische
Tätigkeit von La Soufrière vor rund einer halben Million
Jahren. Letztmals ausgebrochen ist der schlafend-aktive
und einer der weltweit meisterforschten Vulkane im Jahr
1979.
Ein Geheimtipp für „Responsible
Traveler“
Neben wichtigen Informationen wie geographische Lage,
Anreisemöglichkeiten, Reisen mit Kindern und klimatische
Bedingungen bietet www.responsibletravel.com vielfältige
Reisetricks und Tipps. Sportliche Aktivitäten wie Segeln,
Schnorcheln, Tauchen und Klettern werden ebenso
beschrieben wie Entdeckungstouren von Natur, Tier- und
Pflanzenwelt. Immer unter dem Gesichtspunkt eines
nachhaltigen, umweltschonenden Tourismus. So führt zum
Beispiel die Tagestour „St. Vincent Nature Trail“
entlang der Westküste der Hauptinsel St. Vincent durch
kleine Dörfer und Täler bis zum Papageien-Reservat der
Insel. Der rund 44.000 Quadratmeter große Wald ist ideal
für Wanderungen und Vogelbeobachtungen – hier lebt
beispielsweise der seltene Nationalvogel Amazona
Guilding.
St. Vincent & die Grenadinen sind Teil der Kleinen Antillen und zählen zu den Windward Islands. Die Inselgruppe liegt im Karibischen Meer, 34 Kilometer südlich von St. Lucia und rund 70 Kilometer westlich von Barbados entfernt. Die insgesamt 32 Inseln erstrecken sich in einem 130 Kilometer langen Bogen in Richtung Grenada und ergeben zusammen eine Fläche von rund 389 Quadratkilometern. Zu den größeren Inseln zählen: Young Island, Bequia, Mustique, Canouan, Mayreau, Union Island, Palm Island und Petit St. Vincent. Dank des tropischen Klimas und einer Jahresdurchschnittstemperatur von 27 Grad Celsius bieten St. Vincent & die Grenadinen ganzjährige Urlaubsfreuden. Weitere Informationen unter www.svgtourism.com.



