Während der
Tourismusbörse 2009 in Berlin wurde ich von einer
Regierungsdelegation aus Kashmir in ihr Land eingeladen
eingeladen. So durfte ich Kashmir das „Paradies auf
Erden“ zum zweiten mal besuchen. Kaum etwas erinnert in
diesem Land, wo Gott lebt, an die vielen Toten der
furchtbaren Kriege.
Besucher von Kashmir können ihre Reise in Ladakh beginnen und von hier nach
Srinagar an den Dal Lake weiterreisen. Die
Distriktshauptstadt Leh (Höhe 3500 m) im Himalaya ist mit
einem Flugzeug von Delhi aus zu erreichen. Eine Reise
lohnt sich, denn nicht nur die Freundlichkeit der Bewohner
ist unübertroffen. Auch die Landschaft dieser
hochgelegenen Steinwüste und die alten, buddhistischen
Klöster sind eine Reise wert. In Ladakh leben viele
Buddhisten (etwa 80%), Muslime (15%) und auch Sikh,
Hindus sowie Christen. So gibt es in Ladakh auch
Mischehen. Keinerlei Uneinigkeit zwischen den Religionen
lassen Hoffnung aufkommen für ein friedliches Miteinander
auch in anderen Landsteilen von Indien. Nur 4 Monate, vom
Juni bis September, können Sie Ladakh bereisen.
Dazwischen liegen Monate der Finsternis und Kälte. Keine
Verbindung mit der Außenwelt (die beiden Pässe ins Land
werden geschlossen), keine elektrische Energie, auch die
Schulen schließen für 4 Monate ihre Tore. Ein Zugang ist
lediglich der Flughafen von Leh. Glücklich, wer eine Solaranlage
besitzt. In Ladakh fällt im Winter nur wenig Schnee, so
dass die Gletscher entsprechend klein
sind.
Die spärlichen
Gletscherflüsse reichen nur zur Bewässerung kleiner
grüner Oasen. Kaum auszudenken, was hier eine
Klimaveränderung anrichten könnte. Steigende
Temperaturen begünstigen die Verdunstung und auch das
Abschmelzen des Eises. Überschwemmungen werden dann die
Menschen hart treffen. Es ist geplant, besondere Gebiete
unter Schutz zu stellen. Um so den weiteren Raubbau an den
Wäldern einzuschränken. Auch sollen durch den
verstärkten Aufbau eines sanften Ökotourismus den hier
lebenden Menschen Möglichkeiten geboten werden, sich
ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Darum bemüht sich ebenso der Bundesstaat Jammu und
Kashmir, dessen Tourismusdirektor Farooq A Shah 2009 den
indischen National-Safaripreis für die Förderung des
Tourismus in Kashmir erhielt. Ihm drücke ich in seinem
Büro in Srinagar zum Abschied die Hand mit dem
Versprechen wiederzukommen in das wunderschöne Kashmir,
das „Land, wo Gott lebt“.



